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Europäisches Parlament – Abgeordnete Ulrike Müller

Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung
Mitglied im Ausschuss für Petitionen
Stellv. Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
Pressemitteilung, 13. September 2022

EU-Forststrategie geht durchs Europaparlament

Verhandlungsführerin Ulrike Müller hoch zufrieden mit Ergebnis


Brüssel. Am heutigen Dienstag, 13. September, stimmt das Plenum des Europaparlaments über die neue EU-Forststrategie für 2030 ab. 

Die Forststrategie zielt darauf ab, das wirtschaftliche Potential der Forstwirtschaft mit Biodiversitäts- und Klimazielen in Einklang zu bringen. Zudem soll sie eine stimmigere Verzahnung zwischen verschiedenen relevanten Politikfeldern und -ebenen bewirken.

“Das ist ein Erfolg auf ganzer Linie. Im Wesentlichen sehe ich die vier Hauptkriterien erfüllt. Wir haben Gutes erreicht für die Förster und Waldeigentümer”, zeigt sich Verhandlungsführerin Müller zufrieden.   

 

Erfolgreiche Verhandlung von vier Leitideen

Zu Beginn der Verhandlungen hatte Ulrike Müller vier Leitprinzipien eingebracht. Diese Konzepte finden sich in der ausformulierten Strategie klar wieder: Multifunktionalität der Wälder, Nachhaltigkeit der Bewirtschaftung, Befähigung der Eigentümer und die Berücksichtigung lokaler Rahmenbedingungen durch einen Bottom-up-Ansatz.

 

Ulrike Müller bewertet die Zusammenarbeit an diesem Bericht als ausgesprochen konstruktiv: “Das Parlament hat gute Arbeit geleistet. Jetzt stehen die Kommission und die Mitgliedsstaaten in der Pflicht, die forstpolitische Praxis zu gestalten. Sie müssen die Förster und Waldbesitzer befähigen, diese vier Punkte in ihrer ökonomischen und ökologischen Arbeit umzusetzen.”

 

Regionalität und Empowerment

Besonders zufrieden ist Müller, dass die Strategie die Regionalität der europäischen Wälder berücksichtigt. Zentrale Aufgabe der Forststrategie sei es, die Waldeigentümer zu befähigen, die vielfältigen an sie gestellten Anforderungen zu erfüllen:

 

“Die politischen Maßgaben und Instrumente müssen jeweils vor Ort funktionieren, und wir wissen, dass Europa sehr divers und regional unterschiedlich ist. Das Expertenwissen und die historische Erfahrung vor Ort müssen bei der Bewirtschaftung unbedingt berücksichtigt werden. Die Forstwirte sind unsere wichtigsten Verbündeten in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz, und sie soll die Strategie stärken.”

 

Hintergrund:

Die Abstimmung bildet den Abschluss der Verhandlungen innerhalb des Parlaments, die Ulrike Müller über rund sechs Monate als Berichterstatterin federführend leitete. Müller hat den Initiativbericht über ein Jahr lang akribisch vorbereitet. Die von ihr eingebrachten Leitideen bildeten die Grundlage des Berichtsentwurfes und dienten als Leitplanken für die Kompromissverhandlungen. Müller hat darüber hinaus breites Expertenwissen aus Meetings mit internationalen Stakeholdern und Fachverbänden eingebracht:

https://www.europarl.europa.eu/meps/en/124862/ULRIKE_MULLER/meetings/past

 

Noch Anfang September hatten Ulrike Müller und einige Kollegen unter dem Schirm der Renew Europe-Fraktion ein Seminar zu regionalen Ansätzen in der Forstbewirtschaftung und Möglichkeiten zur Vergütung von Ökosystemleistungen organisiert. Experten aus dem Mittelmeerraum und Skandinavien, den USA und Deutschland diskutierten bewährte Methoden z.B. zur Bewertung und Operationalisierung der Kohlenstoffbindungsfunktion der europäischen Forstwirtschaft. Die vorgestellte “WoodApp” für Kleinwaldbesitzer ist ein herausragendes Praxisbeispiel dafür, was in bestimmten Regionen bereits lokal umgesetzt wird.

 

Zentrale Rolle der Wälder für klimaneutrales Wirtschaften

Bis 2050 will die EU eine klimaneutrale Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie entwickeln. Auch der europäische Green Deal formuliert Ziele für grünes Wachstum und grüne Jobs. Dabei spielen Wälder, die Forstwirtschaft und die nachgelagerten Industrien eine zentrale Rolle, denn diese Ziele werden nur mit innovativen bio-basierten Produkten erreichbar sein. Rund 60 Prozent der Wälder befinden sich im Besitz von etwa 16 Millionen Privateigentümern. In Europa besitzt die Mehrheit der Eigentümer weniger als 10 ha.

Ulrike Müller ist seit 2014 Abgeordnete der FREIEN WÄHLER im Europäischen Parlament. Sie ist Mitglied der liberalen Fraktion der Mitte "Renew Europe" und Vizepräsidentin der Europäischen Demokratischen Partei EDP.
Seit 2014 ist sie stellvertretende Landesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Bayern, denen sie 1987 beitrat. Zuvor war sie Abgeordnete des Bayerischen Landtags.

Die verheiratete Politikerin, Jahrgang 1962, ist gelernte landwirtschaftliche Hauswirtschafterin. Sie betreibt mit ihrer Familie einen Bauernhof in Missen-Wilhams / Oberallgäu, auf dem vier Generationen unter einem Dach leben.
Pressekontakt:
Ulrike Müller, MdEP
Salzstraße 12, 87435 Kempten
mobil: 0049-170-4888238
 
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