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Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika
 
Newsletter 4 / 2018 (Dezember)
Liebe Leserinnen & Leser,

kurz vor den Weihnachtsferien erhalten Sie den letzten Newsletter des Jahres 2018. Wie so oft blicken wir auf ein ereignisreiches Jahr zurück, und der vorliegende Newsletter gibt ein paar Einblicke in einige der Themen, die uns in letzter Zeit beschäftigt haben. Einige Artikel in diesem Newsletter greifen Themen auf, die direkt mit den Schwerpunktländern der KASA zusammenhängen. Andere kommentieren allgemeine afrika-bezogene Diskussionen, die, ohne spezifisch für die Schwerpunktländer von KASA zu sein, die Arbeit der KASA im deutschen und europäischen Kontext beeinflussen. Ein Gastbeitrag in diesem Newsletter kommt von Jürgen Kaiser von Erlassjahr.de. Er reflektiert darin die Schuldenfrage am Beispiel von Simbabwe. Dieser Artikel wurde anlässlich der Fachtagung „Afrika am Kredithaken“ geschrieben, welche am 6. November von Erlassjahr und weiteren Partnern, darunter KASA, in Berlin durchgeführt wurde.
 
Wir nehmen diese Gelegenheit zum Anlass, Ihnen eine besinnliche Adventszeit, frohe Weihnachten und einen guten Start ins Jahr 2019 zu wünschen.
 
Das KASA-Team wünscht Ihnen eine spannende Lektüre

Inhalt

Simbabwe als Nachzügler der HIPC-Entschuldungsinitiative?

Mitte der neunziger Jahres des letzten Jahrhunderts begannen die großen Gläubigerländer und ihre Organisationen Weltbank und IWF einzusehen, dass sie aus den ärmsten Ländern der Welt nicht all ihre ausgereichten Kredite mit Zins und Zinseszins zurückbekommen würden. Zu dramatisch waren eine ganze Reihe der ärmsten Länder verschuldet. Mosambik beispielsweise schuldete dem Rest der Welt 352 Prozent seiner gesamten jährlichen Wirtschaftsleistung. Zum Vergleich: die Mastricht-Obergrenze der liegt bei 60 Prozent und als Griechenlands Schulden 2012 auf die Marke von 160 Prozent explodierten, brachte das die Eurozone an den Rand des Kollaps. Natürlich zahlten die damals so überschuldeten Länder auch längst nicht mehr, und die Gläubiger in Berlin, Paris und Washington häuften auf die existierenden Schulden einfach weiter Verzugszinsen - in der Hoffnung die Schuldner würden irgendwo auf Rohöl stoßen oder ein Topf Gold würde vom Himmel fallen. | Weiterlesen

Minister Müller im Gespräch mit Boniface Mabanza: „Wir müssen das Prinzip der Freiwilligkeit überwinden“

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat Afrika zu einem Schwerpunkt seiner Arbeit gemacht. Unter anderem will er dort mehr Investitionen anstoßen. Wie steht die afrikanische Diaspora in Deutschland zu diesen Ideen? Boniface Mabanza, geboren in der Demokratischen Republik Kongo, ist Experte für Entwicklung und Handel und arbeitet für die Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA) in Heidelberg. Die SZ hat die beiden zum Gespräch gebeten. | Weiterlesen

Namibias Zweite Landkonferenz

Sie hat tatsächlich, mit über 800 Teilnehmenden, stattgefunden. Obwohl es im Vorfeld große Bedenken gab, hätten sich am Ende sogar diejenigen Organisationen, die vorher zum Boykott aufgerufen hatten, beteiligt, um wenigstens ihren Frust offiziell loswerden zu können, resümiert Henning Melber. | Weiterlesen

Sambias steiniger Weg in die Zukunft

Sambia hatte bis zur Präsidentschaft Edgar Lungus den Ruf, ein überaus demokratisches Land zu sein. Nachdem Kenneth Kaunda als erster Präsident des unabhängigen Landes 1991 nach 27 Jahren bei den ersten Mehrparteienwahlen verlor, räumte er ohne Protest seinen Platz. Dies machten sich die nachfolgenden Präsidenten zum Vorbild, und das, obwohl einige danach mit Anklagen wegen ihrer Regierungsführung konfrontiert waren. Doch nun scheint diese Ära beendet. Präsident Lungu wird neben Machtmissbrauch auch Gewalt gegen politisch Andersdenkende in der Opposition und in den eigenen Reihen vorgeworfen. Viele Sambier*innen befürchten, dass ihr Land in eine Diktatur schlittert. | Weiterlesen

Hamba Kahle Chris Wessels

Reverend Chris Wessels war mit Leib und Seele Pfarrer der Moravian Church in South Africa und eine wichtige Figur im Kampf gegen die Apartheid. Er verstarb am 11. November im Alter von 83 Jahren im Kreise seiner Familie und wurde am 24. November in seinem Geburtsort Genadendal beerdigt. | Weiterlesen

Vernetzungstreffen der AG Decolonize in Berlin

Am 17. und 18. November fand in Berlin ein bundesweites Vernetzungstreffen von Initiativen und Gruppen statt, die sich für eine kritische Auseinandersetzung der kolonialen Vergangenheit und Kontinuität einsetzen. Diese Vernetzung ist wichtig, um voneinander zu wissen, zu lernen, Kooperationen aufzubauen und durch die Zusammenarbeit die eigenen Ziele stärker zu verbreiten. So war neben methodischen Workshops (zu Wissensvermittlung / Bildungsmaterialen, Museen, Straßenumbenennungen und postkolonialen Bündnissen/Kooperationen) Zeit dafür vorgesehen, uns untereinander die eigene Arbeit vorzustellen. | Weiterlesen

Kommentar: Der Kalte Krieg hat Afrika mehr geschadet als der Kolonialismus?

Mit seinen Äußerungen über den Kalten Krieg, der Afrika mehr geschadet habe als der Kolonialismus, hat Günter Nooke, Afrika-Beauftragter der Bundesregierung, für Kopfschütteln und Irritationen gesorgt. Boniface Mabanza kommentiert diese Aussage. | Weiterlesen

Extraktivismus, Postkolonialismus und Feminismus

Anlässlich des thematischen Weltsozialforums über Bergbau und Extraktivismus, das vom 12. zum 15. November in Johannesburg/Südafrika stattgefunden hat, hat die  internationale Allianz von katholischen Entwicklungsorganisationen CIDSE Boniface Mabanza gebeten einen kurzen Artikel über „Extraktivismus, Postkolonialismus und Feminismus“ zu schreiben. Eine deutsche Version des auf Englisch erschienen Artikel ist hier nachzulesen. | Weiterlesen

Invasion aus Afrika? Achille Metonou Demagbo und die AfD

Achille Metonou Demagbo hat die deutsche Öffentlichkeit im buchstäblichen Sinne schockiert, als er Anfang Dezember anlässlich der Vorwahlen der AfD für die Europa-Wahl im Mai 2019 in Kiel eine Rede hielt, in der er einige der kühnsten Behauptungen „seiner“ Partei über Migration reproduziert. Die Tatsache, dass eine schwarze Person auf einem Parteitag der AfD, von deren Mitgliedern viele Rassismus offen an den Tag legen, eine Rede hält, ist an sich schockierend. Noch schockierender jedoch war das, was Metonou Demagbo zu sagen hatte. | Weiterlesen

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